background

Land Rover Britisch

Der Land Rover hat seine Wurzeln im amerikanischen Jeep, der während des 2. Weltkriegs von den amerikanischen Streitkräften in großen Stückzahlen produziert und an allen bekannten Schlachtfeldern des Krieges eingesetzt wurde. Der Jeep erwies sich dabei als äußerst geländegängig und wurde zum Teil auch für Luftlandeoperationen genutzt. Nach dem Krieg blieben einige Exemplare in Europa und einer dieser Hinterlassenen fiel in die Hände von Maurice Wilks. Dieser nutzte den amerikanischen Jeep auf seinem Hof und stellte fest, dass er auch in zivilen Händen äußert nützlich war. Er wusste allerdings auch, dass der Jeep eines Tages größere Reparaturen brauchen würde und er dann schlichtweg vor dem Problem stand, wie er ihn ohne Ersatzteile am Leben erhalten sollte. Er schlug vor, über die Rover Car Company einen eigenen Geländewagen zu bauen.
Im Frühjahr 1947 war es dann so weit. Der erste Prototyp, der das Lenkrad noch mittig erhielt, wurde gebaut. Auf den Prototyp folgte bald eine Kleinserie. Der Rahmen war aus Stahl, während die Karosserie aus Aluminium gefertigt wurde. Stahl war Mangelware nach dem Krieg, so dass man die Aluminiumbleche, die für Kampfflugzeuge im Krieg vorgesehen waren, im Land Rover einsetzte. Die ersten Land Rover bekamen die Bezeichnung „Series one“. Vorgestellt wurde der erste Land Rover auf der Amsterdam Motor Show am 30.April 1948. Das Fahrzeug kam bei der Kundschaft gut an und die ersten Bestellungen wurden getätigt. Man kann sagen, dass der Land Rover die Firma Rover aus der wirtschaftlichen Krise holte. Die Serie I wurde von 1948 bis 1958 gebaut und danach folgte die Serie II. Die Serie I wurde von einem 1,6l Ottomotor angetrieben und hatte einen Radstand von 80“. Es folgte der 86“ Radstand mit einem 2l Motor. Allmählich wurden die Modelle um 107", 109" und einen Diesel mit 88" ergänzt.
Die Serie II wurde dann von 1958 bis 1971 gebaut. Bei diesem Modell wurde der Radstand von 80“/86“ bzw. von 107“ auf 88“ und 109“ abgeändert. Der 2l Benziner wurde vorerst noch eingebaut, musste dann aber einem 2,25l Motor weichen. Diesen gab es als Benziner oder als Diesel, wobei die Motoren recht identisch waren. Die Karosserie wurde ebenfalls etwas „weicher“ und weniger kantig gestaltet. Ab 1967 wurde auch ein 6 Zylinder Benziner eingebaut. Dieser war allerdings nicht extra für das Fahrzeug angefertigt worden. Der 6 Zylinder stellte eine angemessene Motorisierung für den Landy dar, wohingegen der Diesel von den Engländern vernachlässigt wurde. Das Getriebe des Series IIA war nur für den 3ten und 4ten Gang synchronisiert, während die ersten beiden Gänge mit Zwischengas zu fahren waren.
Die Serie III wurde dann von 1971 bis 1984 gebaut. Die äußere Erscheinung der Serie III war nur leicht zur Serie II modifiziert. Das pure Stahldashboard wurde durch ein Kunststoffarmaturenbrett ersetzt. Die Spiegel wanderten an die Türen und der Kühlergrill war nun aus Plastik. Das Getriebe wurde nun voll synchronisiert und der 109“ bekam eine stabile Salisbury Hinterachse.
Die Motorisierung war fast die gleiche, sodass es weiterhin den 2,25l Motor als Benziner (73 PS) oder Diesel (63 PS) gab. Weiterhin gab es den 2,6l OHV Sechszylinder mit 86 PS. Eine Besonderheit stellt der Stage One dar, der mit einem 3,5l V8 Motor mit 91 PS ausgerüstet wurde.


Oliver Elsässer
Quelle: www.wikipedia.de