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Polen 2013

Am Anfang stand die Planung und sie war nicht so einfach. Das Wetter war in diesem Jahr doch etwas widerspenstig was die Sonnendauer anging und so wurde natürlich viel darüber diskutiert wo es denn nun letztendlich hingehen sollte. Allerdings waren die Richtungen sehr, sagen wir zweigeteilt. Entweder sollte es nach Kroatien oder nach Polen gehen. Wir entschieden uns für Polen da das Hochdruckgebiet im Norden dafür sorgte, dass sogar die Finnen im T-Shirt spazieren gehen konnten. Zunächst sollte allerdings der Osten Deutschlands erforscht werden. Hierbei interessierte mich vor allem die Mecklenburger Seenplatte. Ich habe darüber schon viel gelesen und gesehen aber ich hab es bisher einfach noch nicht geschafft dorthin zu kommen. Da musste also dringend Abhilfe geschaffen werden!
Anfahrt und Müritz Nationalpark

Der Landy erhielt vor der Reise noch einen Innenausbau und dann konnte es auch schon losgehen. Ab auf die Autobahn und kaum 15 km gefahren da war auch schon die Tachonadel defekt. Das scheint gerade auf längeren Reisen immer wieder ein guter englischer Gag zu sein, da ich da noch andere kenne denen das passiert ist. Aber wer braucht schon einen Tacho…. Der Wagen fährt ja dank „neuer“ Einspritzpumpe besser denn je. Im Fichtelgebirge machten wir erst einmal Station. Wir fanden einen sehr schön gelegenen Parkplatz und ich brannte auch schon darauf den Innenausbau nun in Action zu erleben. Die erste Nacht war super und sehr gemütlich. Weiter ging es in Richtung Berlin und dann weiter in Richtung Müritz. Wir fanden dort einen wirklich sehr schön idyllisch gelegenen Campingplatz auf dem wir vom Besitzer sofort sehr herzlich empfangen wurden. Leider begrüßen einen auch die Stechmücken dort recht herzlich….. http://www.hexenwaeldchen.de
Abends ging es erst einmal in das nahe gelegene Restaurant wo einen schon gleich die Preise überraschten. Das Essen war damit nicht nur gut sondern auch preislich sehr fair. Für Leute aus dem Süden habe ich an dieser Stelle einen Tipp: Wer hier eine „Halbe“ bestellt wird nur kopfschüttelnd angeschaut und dann irritiert gefragt: „Ein halbes Glas Milch oder was?!“. Ich dachte, dass der Begriff eine „Halbe“ wenigstens deutschlandweit als 0,5l Export verstanden wird, aber hier habe ich mich getäuscht. Nach dem leckeren Mahl gingen wir ins Gebiet um noch ein wenig zu schauen was eventuell zu finden ist. Eine Waldschnepfe flog uns über den Weg, also hat sich der Spaziergang schon gelohnt. Am nächsten Tag ging es zu Fuss vom Campingplatz in den Nationalpark. Im Park ist vor allem der Fischadler sehr präsent. Kein Wunder also dass der Fischadler das Nationalparklogo ziert. An den Fischteichen im Gebiet gibt es zig fach die Möglichkeit den Adler beim Stoß ins Wasser zu beobachten. Auch die Seeadler findet man hier in größerer Zahl. Es ist also nicht so schwer dort einen Adler zu sehen wenn man danach sucht. Vor allem während der Brutzeit kann man sich die Hochspannungsleitungen dort genauer anschauen. Auf fast jeder vierten Leitung brüten ein paar Fischadler. Alleine die Größe des Horstes ist beeindruckend. Hier trafen wir beim Beobachten einen Orni aus Hamburg der uns noch andere Teiche empfehlen konnte. Wir wurden eingeladen noch mitzukommen was sich alleine wegen der Jungvögel der Kraniche auf einer großen Wiese bezahlt gemacht hat. Damit einher ging allerdings auch ein, sagen wir teils ungewollter Fußmarsch von um die 20 Kilometer. Danach waren wir gelinde gesagt im Eimer und es tat dann am Platz auch echt gut die Wanderschuhe und vor allem die schweren Rucksäcke wieder abzulegen. Wer mit einer größeren Fotoausrüstung unterwegs ist weiß was das bedeutet, die Objektive, das Stativ, das Spektiv und das Fernglas zu schleppen.