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Slowenien & Kroatien 2014

Morgens 10:15. Die Sonne ist schon lange aufgegangen. Ein leichter Wind weht durch die Straßen. Die Temperatur beträgt angenehme 18°C. Eine fette Katze schleicht durch die Hofeinfahrt auf der Suche nach einer unaufmerksamen Maus. Ein klacken durchbricht die Stille. Dann ist ein surrendes Geräusch zu vernehmen. Die Katze horcht auf und steht angespannt, gebannt auf die Hofeinfahrt. Plötzlich durchbricht ein lautes Stampfen die Stille. Die dicke Katze springt sofort in Panik davon. Der Landy ist wach. Die 4 Zylinder des 2,25l Benziners laufen ruhig vor sich hin. Ich grinse und freue mich auf den bevorstehenden Urlaub. Der Wagen ist vollgepackt bis unters Dach und auch hoffentlich jetzt Wasserdicht. Wer weiß ob wir diese Eigenschaft noch brauchen. Das Wetter sieht gut aus und so drehe ich am Lenkrad und bugsiere den Landy langsam aus der Einfahrt. Nochmal ein kurzer Blick zurück in den Wagen: „Wird schon alles da sein“ und los geht es!

Camp Soca

Von Hechingen in die slowenischen Alpen

Wir fahren erst in Richtung Ulm um bei Merklingen auf die A8 in Richtung München zu kommen. Der Landy fährt einwandfrei und zum ersten Mal seit ich den Wagen besitze kommt es mir so vor als sei da etwas, das man als „Leistung“ bezeichnen kann unter der Motorhaube. Auf der A8 läuft er seine 80 -90 km/h und manchmal sogar 100 km/h. Wir fahren erst nach München, dann weiter Richtung Salzburg und letzten Endes über den Bredl Pass nach Bovec in Slowenien. Dort biegen wir in Richtung der Soca ab und fahren auf den Campingplatz „Camp Soca“. Als ich aus dem Wagen heraus klettere spüre ich jeden einzelnen Knochen. Es ist 20:30 Uhr und wir fragen uns ob man uns noch zu dieser Zeit einlässt. Zum Glück ist die Rezeption noch besetzt und wir werden freundlich empfangen. Der Campingplatz liegt traumhaft und wir können uns den Stellplatz aussuchen. Es gibt dort auch große Feuerschalen in denen man ein Lagerfeuer einrichten kann. Das schaffen wir allerdings am Abend nicht mehr da wir zu müde sind. Wir kochen Nudeln mit Pesto und fallen in die Koje.

Soca - ein kaltes Vergnügen

An und in der Soca

Der Tag begrüßt uns mit Sonne. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und wir freuen uns. Gestern sah es noch etwas anders aus daher beschließen wir gleich heute eine kleine Tour zu unternehmen. Wir packen die Rucksäcke und laufen entlang der Soca. Das türkisgrün gefärbte Wasser zieht einen sehr schnell in seinen Bann. Eine traumhafte Gebirgslandschaft umgibt uns und so genießen wir die ersten Stunden in unserem Urlaub. Nach ein paar Metern wird schon das erste Braunkehlchen gesichtet. Wenn das doch nur bei uns auch wieder so wäre…
Wir gehen über eine Hängebrücke über die Soca und schauen gedankenverloren in den Fluss hinein. Ich entdecke ein schönes Fotomotiv und beschließe das ganze aus der „Wasserperspektive“ aufzunehmen. Also Schuhe ausgezogen und rein ins „VergAAAARH ist das Kalt!!“. Man hält es nicht besonders lange aus selbst wenn man nur mit den Füßen im Wasser steht. Das Foto sah trotzdem gut aus. Es wird über den Tag immer wärmer, sodass wir es gegen später sogar noch Wagen komplett ins Wasser zu tauchen. Ein paar Mädels vom Camping schwimmen sogar für ein paar Minuten darin. Allein vom Anblick zieht sich mir die Kopfhaut zusammen. Allerdings lassen die Temperaturen es zu. Von dem her kann man sagen, dass es keine besseren Bedingungen geben kann. Am Abend wird die Feuerschale angeheizt und wir sitzen gemütlich am Feuer und lauschen der Waldohreule und dem Waldkauz.

Türkisblau

Bergtour an den Jezero Krk

Wir brechen morgens auf und packen unsere Sachen zusammen. Die Straße ist ziemlich eng und kurvig und so kurbele ich mich langsam über Serpentinen und an Almwiesen entlang in Richtung Startplatz für unsere Wandertour. Dort parke ich den Landy und wir schnappen uns die Rucksäcke. Der Wanderweg führt durch einen jungen Laubwald hindurch, sodass man erst wenig von dem sieht was einen umgibt. Wir schlängeln uns langsam über endlose Serpentinen den Berg hinauf. Immer wieder kommt einem der Gedanke, dass man doch bald den Kamm erreichen müsste aber es geht einfach stur weiter hinauf. Nach ungefähr 2 Stunden sind wir endlich auf dem Kamm. Der Wanderweg geht noch ein Stück leicht bergauf dann stehen wir in einem Kessel. Das GPS verweigert die Koordination. Es dauert ewig bis es endlich Empfang hat und ich sagen kann auf welcher Höhe wir uns befinden. Wir laufen an einem Almhof mit Ziegen, Schweinen und Kühen vorbei, weiter in Richtung des Gebirgssees. Unterwegs sehen wir noch eine Schlange, die aber schnell verschwindet und so die Bestimmung unmöglich macht. Wir gelangen an den See und genießen das Bergpanorama. Allerdings zeigt das Wetter bald die ein oder andere Schwäche, sodass wir beschließen langsam den Rückweg anzutreten. Auf dem Rückweg beschließen wir noch einen Käse zu kaufen. Der Almhofbesitzer präsentiert sich als redseliger Geselle. Wir verstehen zwar nicht alles aber mit einem Mix aus Deutsch, Tschechisch, Slowenisch und Englisch sowie Hand und Fuß geht es aber dann doch. Der Käse besteht demnach aus einem Mix von 50% „Muuh“ und 50% „Määh“. So einfach lässt sich etwas erklären. Wir steigen dann langsam ins Tal ab und merken dabei wie viele Serpentinen wir auf dem Anstieg erklommen haben. Unten angekommen starte ich den Landy. Dabei werden wir von jemand gefilmt der scheints darauf gewartet hat, dass der Besitzer des Wagens zurück kommt… Seltsame Leute gibt es.